Lesser Ury

 
deutsch english
Lesser                         Ury                                                          - Motiv vom Gardasee
Lesser Ury
"Motiv vom Gardasee "
12.000 €
Detailansicht

Leo                            Putz                                                         - Friedliche Tage
Leo Putz
"Friedliche Tage "
80.000 €
Detailansicht

Gustav                         Klimt                                                        - Sitzendes Mädchen nach links, Kopfwiederholung
Gustav Klimt
"Sitzendes Mädchen nach links, Kopfwiederholung "
18.000 €
Detailansicht

Fritz                          Beckert                                                      - Sächsische Stadtlandschaft
Fritz Beckert
"Sächsische Stadtlandschaft "
1.200 €
Detailansicht

Félix                          Vallotton                                                    - Les fortifs
Félix Vallotton
"Les fortifs "
900 €
Detailansicht

Ludwig von                     Hofmann                                                      - Blühende Distel
Ludwig von Hofmann
"Blühende Distel "
800 €
Detailansicht

Walther                        Klemm                                                        - Brücke im Regen
Walther Klemm
"Brücke im Regen "
420 €
Detailansicht

Biografie Werke Kunstmarkt/Service Literatur Impressum
Lesser Ury

Birnbaum 1861
- Berlin 1931


Der "vergessene" Künstler aus Berlins bewegter Zeit der Sezession, Lesser Ury, kommt 1871 aus dem kleinen Ort Birnbaum in der damaligen Provinz Posen nach Berlin. Für die Weltstadt empfindet Ury ab dem ersten Moment eine ganz besondere Sympathie. Dies schlägt sich so sehr in seiner Kunst nieder, dass er zu seinem 60. Geburtstag vom Oberbürgermeister Berlins als "künstlerischer Verherrlicher der Reichshauptstadt" geehrt wird. Ury studiert in Düsseldorf und Brüssel Malerei, sammelt in Paris wertvolle Erfahrungen u.a. bei Lefebvre, erkundet Flandern und München, wo er sich 1886 für kurze Zeit an der Akademie der Bildenden Künste immatrikuliert, bevor er Berlin endgültig zu seinem langjährigen Wohnsitz macht. Ebenso virtuos wie die Ölmalerei, die den Künstler Blumenbilder, Stillleben, sowie die so typischen Kaffeehaus- und Straßenszenen hervorbringen lässt, beherrscht Ury die Pastelltechnik, die ihm gestattet, Luft- und Lichtspiegelungen der Landschaften nuancenreich darzustellen. Ury ist ein Einzelgänger, der in der Kunst seinen eigenen Weg beschreitet, während die Berliner Zeitgenossen Liebermann, Slevogt und Corinth gemeinsame künstlerische Intentionen verbinden. Wohl aus Konkurrenzgründen ist Max Liebermann, dem Präsidenten der Akademie und einflussreichen Wortführer der Kunstszene, der zunehmende Bekanntheitsgrad Ury's, ein Dorn im Auge. Liebermann versucht mit allen Mitteln, dessen Künstlerkarriere zu blockieren. Ury kann erst regelmäßig und erfolgreich in der Sezession ausstellen, als Lovis Corinth Nachfolger Liebermanns wird. Der Künstler wird 1921 Ehrenmitglied der Sezession. Ury begibt sich in diesem Jahrzehnt mehrmals auf Reisen nach London, Paris und in verschiedene deutsche Städte. Von jeder Reise bringt der Künstler jeweils eine Fülle neuer Bilder mit. Kurz nach einer Parisreise 1928 verschlechtert sich der Gesundheitszustand des Malers durch einen Herzanfall zunehmend. Nationalgalerie und Sezession wollen das Lebenswerk Urys zu seinem 70. Geburtstag ehren, jedoch drei Wochen vorher, stirbt der Künstler in seinem Berliner Atelier.